endlich ohne Ton- und Bildfehler!

AMERIKA, EUROPA UND DER KRIEG

Die Frage nach den Hintergründen und Zielen von Kriegen ist angesichts des Irakkriegs und der Neuorientierung der europäischen Verteidigungspolitik aktueller denn je. Sind die USA und Europa dazu verurteilt, ihre jeweilige Weltsicht gegeneinander abzugrenzen und zu verteidigen? Welchen Nutzen bringt der Krieg Europa, welchen den USA? Setzen die Menschen auf beiden Seiten des Atlantik ihr Leben für dieselben Wertvorstellungen aufs Spiel? Gibt es gerechte Kriege?
 
Teil 1: IN GUNS WE TRUST

Dokumentation · 43 MIN · VPS 20.45


Dokumentation, Frankreich 2004, Erstausstrahlung Von: Ted Anspach. Wiederholung am 11.02. im Nachmittagsprogramm.



Seit dem Irakkonflikt wurden in Europa zunehmend Stimmen laut, die das amerikanische Vorgehen kritisierten. Immer mehr war von der Geburtsstunde des amerikanischen Imperiums die Rede, vom Plan der Amerikaner, weltweit die Ölvorkommen zu kontrollieren, und, noch schlimmer, von einem Kreuzzug gegen den Islam. Welche Interessen stehen hinter dem amerikanischen Kurs? In Washington hat ein neo-konservativer Think Tank einen Plan entwickelt, dessen Kernpunkt die islamistische Bedrohung ist. Die Beratergruppe empfiehlt, das US-amerikanische Modell in allen strategischen Regionen der Welt fördern oder notfalls mit Gewalt durchzusetzen. Wie sehen die Neokonservativen die Rolle der UNO und Europas? Wie deuten sie die deutsch-französische Absage an die amerikanische Politik? Amerika plant langfristig und spricht bereits von künftigen Kriegen. Das Land investiert massiv in hochmoderne Technologien und träumt sogar von der Verbringung von Waffen in den Weltraum. Gegen welchen Feind soll dieses Arsenal eingesetzt werden? Was wäre, wenn die Amerikaner im Jahr 2020 die Hauptgefahr in China sehen würden?

Teil 2: MILITÄRMACHT EUROPA?

Dokumentation · 43 MIN · VPS 21.30


Dokumentation, Frankreich 2004, Erstausstrahlung Von: Florence Fanelli. Wiederholung am 11.02. im Nachmittagsprogramm.



Kann sich Europa angesichts der Wirren nach dem amerikanischen Waffengang im Irak überhaupt noch Kriegspläne oder gemeinsames Eingreifen in Konfliktherden leisten? Worauf beruht die europäische Verteidigungspolitik? Welche Waffen und Strategien, welche technologischen und militärischen Herausforderungen wird es morgen geben? Welche Weltsicht verbirgt sich hinter diesen Herausforderungen? Seit dem Mauerfall und dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat die Europäische Union ihre Sicherheit innerhalb der eigenen Grenzen neu definiert und lernen müssen, dabei auch Schauplätze in Krisenregionen außerhalb Europas einzubeziehen. Ist Europa bereit, sich den neuen Risiken und Aufgaben zu stellen? Schätzen die EU-Politiker die terroristische Bedrohung realistisch ein? Wird das gemeinsame europäische Verteidigungsprojekt durch interne Differenzen und mangelnden politischen Willen gefährdet? Zu diesen Fragen äußern sich der EU-Beauftragte für Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, der deutsche Außenminister Joschka Fischer, der ehemalige NATO-Generalsekretär Lord Robertson, die französische Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie und der stellvertretende Verteidigungsminister und NATO-Botschafter Polens, Andrzej Towpik, sowie hochrangige Offiziere und Verteidigungsexperten.

Teil 3: DISKUSSIONSRUNDE

Diskussion · 29 MIN · VPS 22.15

Meinungen von drei Kriegsbetroffenen aus dem Irak, Bosnien und Afghanistan zu der Frage, wie sich der Krieg auf ihr jeweiliges Land ausgewirkt hat. Betrachtungen im Nachhinein.

 
...Der Text wurde 1:1 von arte übernommen, die werden schon nix dagegen haben...