BURKA, OPIUM, TALIBAN: BRENNPUNKT AFGHANISTAN Knapp drei Jahre nach dem Sturz der islamistischen Taliban ist das Land am Hindukusch auf dem Weg zu freien Wahlen - den ersten seit 40 Jahren. Der Weg zur Normalität ist mühsam und lang. Afghanistan ist noch immer eine Stammesgesellschaft, geprägt von archaischen Traditionen und vom islamischen Glauben. Die Loyalität der Bevölkerung gilt nach wie vor in erster Linie dem eigenen Clan, nicht dem Staat. Der Themenabend befasst sich mit aktuellen Problemen des Landes, die politischen und sozialen Sprengstoff beinhalten: Taliban, illegaler Mohnanbau, Situation der Frauen. |
||
|
Teil 1: Vollmohn Etwa zwei Drittel der weltweiten Opiumproduktion kommen aus Afghanistan. Das begehrte Rohopium, aus Mohn gewonnen, ist der Ausgangsstoff für die Heroinproduktion. Offiziell ist der Mohnanbau verboten, aber viele Afghanen sichern sich mit ihm ihr Überleben. Afghanistan ist ein sprödes und trockenes Land. Schroffe Gebirgszüge und lehmbraune Steppe beherrschen das Landschaftsbild. Es fehlt an vielem, auch an Bewässerungsanlagen und Straßen. Aber Mohn ist einfach anzubauen, er ist anspruchsloser als Weizen und Gemüse. Das daraus gewonnene Opium lässt sich zudem leicht transportieren und zu hohen Preisen verkaufen. Seit dem Sturz der Taliban hat der Mohnanbau drastisch zugenommen. Viele ehemalige Mudschaheddin sind Opiumbauern geworden. Die afghanische Regierung und die Uno bekämpfen den illegalen Mohnanbau - bislang jedoch mit wenig Erfolg. Es fehlt an Alternativen. Der Film zeigt die Lage in Badachschan. Hier im Norden Afghanistans lebt fast jeder vom Mohnanbau. |
Teil 2: In den Ketten der Ehre - Das Frauengefängnis von Kabul Vor allem in den ländlichen Gebieten Afghanistans herrschen auch heute noch archaische Ehr- und Moralvorstellungen, die vor allem den Frauen die Freiheit beschneiden. Der Film beschreibt Frauenschicksale im heutigen Afghanistan und stellt zwei Hilfsorganisationen vor, die sich um Frauen in Not kümmern.
|
Teil 3: Im Land der Taliban Der Film unternimmt eine gefährliche Reise durch das paschtunische Stammesgebiet, die Hochburg der Taliban. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie viel Einfluss die Taliban nach ihrer Entmachtung noch auf die Paschtunen haben.
|
...Der Text wurde 1:1 von arte
übernommen, die werden schon nix dagegen haben... |