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TÄTER CIA
Ob es sich um den Putsch in Chile oder die Ermordung von US-Präsident Kennedy handelt, immer wieder wird vermutet, dass die CIA die Fäden gezogen hat. Der Themenabend untersucht anhand dreier Beispiele die Rolle der amerikanischen Geheimdienstbehörde in der Nachkriegsgeschichte.
 
Teil 1: DAS GEHEIMNIS DER FLEDERMAUS
Dokumentation · 43 MIN · VPS 20.40
Fast jeder kennt den Rum der Familie Bacardi und das durch die Werbung propagierte "Bacardi-Feeling". Doch nur wenige wissen, welchen politischen Einfluss dieser aus Kuba stammende Familienclan besitzt. In der Dokumentation kommen Mitglieder der Familie, ihre Gefolgsleute, Gegner und Opfer zu Wort.

Dokumentation, Deutschland 2003, Erstausstrahlung Von: Eckehard Sieker, Marcel Kolvenbach. Wiederholung am 03.11. im Nachmittagsprogramm.



Die Getränke - vor allem den Rum - der Familie Bacardi und das weltweit durch die Werbung erzeugte "Bacardi-Feeling" kennen viele, vor allem junge Leute. Doch wer steckt hinter dem Bacardi-Imperium? Trotz seiner Größe befindet es sich fest in der Hand der aus Kuba stammenden Familie Bacardi. Über ihre wirtschaftlichen Interessen, ihren politischen Einfluss, besonders auf die US-Regierung, ist wenig bekannt. Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieses Familienclans und deckt seine Verwicklungen in die Lateinamerika-Politik der USA auf. Zu Wort kommen nicht nur Mitglieder der Familie Bacardi, sondern auch deren Gefolgsleute, Gegner und Opfer.

Teil 2: OPERATION BLINDFLUG - DAS VERSAGEN DER US-AGENTEN
Dokumentation · 43 MIN · VPS 21.40
"Die linke Hand wusste nicht, was die rechte Hand tat", so Ex-CIA-Direktor James Woolsey über den Zustand des US-Geheimdienstes vor dem 11. September 2001. Doch nicht nur CIA und FBI hatten versagt, auch die Regierung Clinton. Der Film dokumentiert die verpassten Möglichkeiten, Osama bin Laden und seine Mannschaft vor den folgenschweren Anschlägen unschädlich zu machen.

Dokumentation, Deutschland 2002 Von: Hubert Seipel. Wiederholung am 03.11. im Nachmittagsprogramm.



"Die linke Hand wusste nicht, was die rechte Hand tat", so Ex-CIA-Direktor James Woolsey über den Zustand des US-Geheimdienstes vor dem 11. September 2001. Und Robert Baer, 21 Jahre, Agent im Nahen und Mittleren Osten und laut The New Yorker "der wohl beste CIA-Agent", geht noch weiter: "Ein professioneller Dienst hätte das Attentat vom 11. September verhindern können. Wir hätten diese Leute vorher festnehmen können." Doch nicht nur CIA und FBI hatten versagt, auch die Regierung Clinton. Mehrmals in den Jahren zuvor hatte die sudanesische Regierung den USA präzise Unterlagen über das Al-Quaida-Netzwerk angeboten. Aber die USA waren daran nicht interessiert, weil sie den politischen Kurs des Sudan prinzipiell ablehnten. Als Osama bin Laden und seine Mannschaft 1996 den Sudan Richtung Afghanistan verließen, bot die sudanesische Regierung die Auslieferung der Terroristen an. Wieder lehnten die Amerikaner ab. Und noch nach den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania ging das FBI nicht auf das Angebot der Sudanesen ein, zwei Hauptverdächtige auszuliefern. Autor Hubert Seipel recherchierte monatelang, wie Saudi-Arabien seit Jahrzehnten die Fundamentalisten finanzierte. Er sprach mit sudanesischen Ministern sowie mit CIA- und FBI-Agenten. Er traf sogar Mullah Khaksar in Afghanistan. Der einstige Geheimdienstchef der Taliban hatte sich noch im April 1999 mit CIA-Vertretern getroffen, um über "das Problem Osama" zu verhandeln. Teile der Taliban-Führung erwogen, bin Laden und Al Quaida aus Afghanistan zu verbannen. Doch die CIA machte sich nicht einmal die Mühe, das Angebot des Taliban-Geheimdienstchefs auf seine Ernsthaftigkeit zu prüfen. Vielleicht wären die Anschläge vom 11. September und der Tod tausender Menschen vermeidbar gewesen.

Teil 3: DECKNAME ARTISCHOCKE
Dokumentation · 43 MIN · VPS 22.30
In den 50er Jahren führte die CIA unter dem Decknamen "Artischocke" Experimente zur Gehirnwäsche durch. Den Opfern wurden Drogen verabreicht, sie wurden unter Hypnose gesetzt und gefoltert. Ziel war es, den menschlichen Willen zu brechen, um z. B. sowjetische Agenten zur Preisgabe von Geheimnissen zu zwingen. Einer der beteiligten Wissenschaftler starb unter mysteriösen Umständen. Der Verdacht liegt nahe, dass er sein Schweigen brechen wollte. Und das musste verhindert werden.

Dokumentation, Deutschland 2003, Erstausstrahlung Von: Egmont R. Koch, Michael Wech. Wiederholung am 03.11. im Nachmittagsprogramm.



In den 50er Jahren führte die CIA geheime Experimente zur Gehirnwäsche durch. Den Opfern wurden Drogen verabreicht, sie wurden unter Hypnose gesetzt und gefoltert. Ziel dieser Versuche war es, den menschlichen Willen zu brechen, um z. B. sowjetische Agenten zur Preisgabe von Geheimnissen zu zwingen. Einige der unter dem Decknamen "Artischocke" durchgeführten Experimente verliefen tödlich. Zu den beteiligten CIA-Wissenschaftlern gehörte Frank Olson. Im November 1953 stürzte er aus dem Fenster eines New Yorker Hotels. Sein Tod wurde als Selbstmord deklariert. Doch als Olsons Sohn nach über 40 Jahren den Leichnam exhumieren und obduzieren ließ, stellte sich heraus, dass sein Vater wahrscheinlich Opfer eines Verbrechens geworden war. Die Dokumentation folgt den Spuren Olsons, der zunächst mit der Erprobung biologischer Waffen beschäftigt war, darunter Anthrax. Zeugen sprechen erstmals über die Hintergründe der streng geheimen Tätigkeit. Und in Olsons Nachlass finden sich Amateurfilme und Dias, die der Wissenschaftler in seinen letzten Lebensjahren machte und die faszinierende Einblicke in die Welt des US-Geheimdienstes während des Kalten Krieges gewähren. Ein Verdacht drängt sich auf: Frank Olson war schockiert über die grauenhaften Verhöre der CIA, die größtenteils in Deutschland stattfanden - an Kriegsgefangenen, an Flüchtlingen aus Osteuropa, die man für Spione hielt, und an eigenen Landsleuten. Nach der Rückkehr von seiner letzten Europareise im August 1953 wollte Olson aussteigen. Das konnte die CIA nicht zulassen. Denn Olson kannte Staatsgeheimnisse auf dem Gebiet der biologischen Kriegsführung, die um keinen Preis bekannt werden durften.
 
...Der Text wurde 1:1 von arte übernommen, die werden schon nix dagegen haben...