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Teil 1: H5N1: Tschernobyl und Europa Die Dokumentation folgt den radioaktiven Wolken, die sich nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl bildeten und sich Ende April und Anfang Mai 1986 über weite Teile Europas entluden. Sie zeigt die heute noch spürbaren Folgen des radioaktiven Niederschlags sowohl in der unmittelbaren Umgebung der Unfallstelle, als auch in den weit entfernten Regionen Norwegens und Griechenlands. Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor Nr. 4 des in der Ukraine gelegenen Atomkraftwerks von Tschernobyl. Als Folge bildete sich eine riesige radioaktive Wolke. Gut zehn Tage brannte der Reaktor. 70 Prozent der radioaktiven Wolke gingen in dem nördlich von Tschernobyl gelegenen Weißrussland nieder. Nachdem die radioaktiven Gase in eine Höhe von 2.000 Metern aufgestiegen waren, bildeten sich drei Teilwolken, die sich schließlich über Skandinavien, Mitteleuropa und den Balkanländern entluden. In Norwegen wurden bei den Rentieren, die sich von Flechten ernähren, hohe Cäsiumkonzentrationen festgestellt. Da die dort lebenden Samen in erster Linie Rentierfleisch verzehren, ist diese Bevölkerungsgruppe ebenso stark von Cäsium 137 belastet wie die Menschen, die in unmittelbarer Nähe von Tschernobyl leben. An vielen Orten der atomverseuchten Zonen Weißrusslands warnen noch heute Schilder vor dem Sammeln von Beeren und Pilzen und vor dem Fischen. In der Dokumentation nehmen unter anderem Menschen, die sich mit den ökologischen und therapeutischen Folgen von Tschernobyl befassen, sowie Vertreter von Verbänden und Sachverständige der EU kritisch Stellung zum Verhalten europäischer Regierungsstellen angesichts der Katastrophe. Die Dokumentation ergreift weder Partei für noch gegen die friedliche Nutzung der Atomkraft, sondern versucht eine nüchterne, geradezu "klinische" Bestandsaufnahme der Auswirkungen der Nuklearhavarie. Die Hauptdrehorte folgen dem Weg der radioaktiven Wolken. Sie liegen in Norwegen, Griechenland und Weißrussland, den Ländern, die am stärksten betroffen sind. Der GAU wird zwar in einigen Archivbildern gezeigt, aber der Großteil des Bildmaterials entstand neu. Mit Computeranimationen werden die Katastrophe und die Wege der radioaktiven Wolken zwischen dem 26. April und dem 9. Mai 1986 rekonstruiert. |
Teil 2: Die Atomfalle Die Dokumentation wurde im Jahr 1998 gedreht, also zwölf Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Sie zeigt die damalige Lage der Bevölkerung in Russland, Weißrussland und der Ukraine, die unmittelbar von der Havarie und ihren Folgen betroffen war und bis heute ist. Die Dokumentation entstand zwölf Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl. Sie zeigt, wie sich zu diesem Zeitpunkt die Lebensverhältnisse von Millionen von Menschen, die Opfer des radioaktiven Niederschlags wurden oder die nach wie vor in verstrahlten Gegenden und von radioaktiv hoch belasteten Nahrungsmitteln leben, noch täglich verschlechtern. 26 Prozent der Wälder Weißrusslands und mehr als die Hälfte der Wiesen längs der Flüsse Dnjepr, Pripjet und Sosch liegen in der radioaktiv verseuchten Zone. Der Verzehr von in dieser Region gesammelten Beeren und Pilzen, ja bereits ein längerer Aufenthalt können lebensgefährlich sein. Die Zahl der "Liquidatoren", der jungen Soldaten und Feuerwehrmänner aus der gesamten Sowjetunion, die in Tschernobyl im Einsatz waren, werden auf mehrere Zehntausend geschätzt. Tausende von ihnen sind bereits gestorben, Tausende sind krank und viele setzten ihrem Leben selbst ein Ende. Die Internationale Atomenergiebehörde und die Weltgesundheitsorganisation bestätigen keinen systematischen Zusammenhang zwischen der Verstrahlung und den aufgetretenen Krankheiten, doch die Zahl der Opfer steigt, und man hat allen Grund, das Schlimmste für das genetische Erbe zukünftiger Generationen zu fürchten. Die Menschen sind Opfer einer sich lautlos vollziehenden, schleichenden Tragödie. Drei Millionen Euro würden genügen, um die Organismen der 500 Millionen Einwohner von Radionukliden zu befreien, und einige zusätzliche Investitionen, um den sauren Boden wieder fruchtbar zu machen und zu verhindern, dass das radioaktive Cäsium und Strontium mit dem Grundwasser in die Gemüsegärten und auf das Weideland gelangen.
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Teil 3: Gesprächsrunde
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...Der Text wurde 1:1 von arte
übernommen, die werden schon nix dagegen haben... |
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