QUO VADIS VATIKAN? Wo steht die Kirche heute – nach den über sechsundzwanzig Jahren des Pontifikats von Johannes Paul II.? Verliert sie ihre traditionellen Einflusszonen und wird sie sich neue erschließen können? In welchen Bereichen und auf welche Art und Weise wird sie sich weiterentwickeln können? Der heutige Themenabend versucht eine Bestandsaufnahme der Katholischen Kirche nach dem Ende der Ära von Johannes Paul II. und wirft die brennenden Fragen auf, denen sich der neue Papst wird stellen müssen. |
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Teil 1: Trotz allem katholisch Im Stil eines Road-Movie führt die Dokumentation nach Frankreich, Deutschland, in die Tschechische Republik und nach Portugal und versucht eine Bestandsaufnahme der Katholischen Kirche in Europa, einer Kirche, die innerhalb von 30 Jahren nicht weniger als die Hälfte ihrer Repräsentanten verloren hat. Albert Dedeker, ein aus Belgien stammender Priester, weiß, wovon er redet: In der Normandie ist er als „Turbo-Priester“ bekannt, als ein Kirchendiener, der unter der Last der ihm anvertrauten 39 Gemeinden ächzt. Es fehlt der Kirche an Nachwuchs. Dennoch will sie noch immer nichts von denen wissen, die schon längst auf den Plan getreten sind, aber von der Kirche bewusst nicht wahrgenommen werden: gemeint sind die Frauen. In München ist eine Frau angetreten, um eine Kirche zu provozieren, die „die Frauen verteufelt“: Gisela Forster hat sich zur Bischöfin weihen lassen. Die Antwort der Kirche auf diesen mutigen Schritt war die Exkommunikation von Gisela Forster. In Osteuropa mag die Lage anders sein, aber auch dort ist die Katholische Kirche nicht bereit, auch nur um einen Deut von ihren dogmatischen Positionen abzurücken. Jenseits des Eisernen Vorhangs hatte der Kommunismus für das Heranwachsen eines neuen Typs von Priestern gesorgt: um der Verfolgung zu entgehen, hatten sie mit der Zustimmung der ranghöheren Kirchenverantwortlichen geheiratet und ihren Gottesdienst im Untergrund gefeiert. Als dann die Mauern fielen, mussten sie miterleben, wie sie durch den Heiligen Stuhl abgelehnt wurden, wie er sie schlicht und einfach mit dem Bann belegte. Nur allzu offensichtlich sind dies Situationen, in denen die Wirklichkeit zumindest nicht beachtet und sicher nicht berücksichtigt wird. Da mag es nicht verwundern, dass sich Tag für Tag immer mehr Gläubige durch eine traditionelle Kirche, die sie als kalt und unzeitgemäß empfinden, brüskiert fühlen und sich daher den freikirchlichen Pfingstgemeinden zuwenden. In Portugal finden sich besonders anschauliche Beispiele für diese Entwicklung. Ob freikirchlich-charismatische Pfingstgemeinden oder „Renouveau Charismatique“ (Charismatische Erneuerung) – immer wieder entfliehen Gläubige dem Schoß der Vatikan-Kirche, wie zum Beispiel die im Film vorgestellte Schwester Marie-Benoît. Sie gehört einer dieser charismatischen Gemeinden an, in denen jedes Mitglied das Armutsgelübde abgelegt hat, um nach einer Spiritualität zu streben, die den Wurzeln des Christentums näher kommt. Die Stationen des Films machen die Vielzahl der Erwartungen, kritischen Fragen und Zweifel deutlich. Die Kernfrage, die diese Dokumentation aufwirft, lautet: Wird die Katholische Kirche es sich noch lange leisten können, auf den überfälligen Reformprozess zu verzichten? |
Teil 2: Weit, weit weg von Rom - Kirche jenseits der Wohlstandsländer Die Römisch-Katholische Kirche ist unteilbar und sie spricht mit einer Stimme – der Stimme Roms. So heißt es in allen Kirchentexten. Dabei haben die verschiedenen Kirchen – weitab vom Vatikan – mit den disparatesten Situationen fertig zu werden. Mit Problemlagen, die oftmals nichts mit Europa oder mit der Demokratie zu tun haben.
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Teil 3: Gesprächsrunde |
...Der Text wurde 1:1 von arte
übernommen, die werden schon nix dagegen haben... |