WAR SELLS - DAS KRIEGSGESCHÄFT DER USA

Vor dem Hintergrund der zahlreichen von Amerika in den letzten Jahren geführten Kriege und der ständig steigenden Militärausgaben liefert der Filmemacher Eugene Jarecki in seinem Film "Why we fight" eine Innenansicht der Vereinigten Staaten und analysiert, wie sich das Verhältnis der USA zum Krieg seit Ende des kalten Krieges verändert hat. Warum führt Amerika heute Krieg? Welche politischen, ökonomischen und ideologischen Kräfte stehen hinter Amerikas Militarismus und treiben ihn weiter voran? Welche Chancen bestehen, diese unheilige Allianz aus Militär, Politik und Industrie aufzubrechen und zu überwinden?

 
Teil 1: Why we fight
Dokumentarfilm, USA 2003, ARTE, Erstausstrahlung
Regie: Eugene Jarecki

Der scheidende US-Präsident Dwight D. Eisenhower warnte 1961 in seiner Abschiedsrede vor der zunehmenden Verschränkung von Militär und Industrie und des wachsenden Einflusses dieses "industriellen-militärischen Komplexes" auf die Politik der Vereinigten Staaten. 40 Jahre später scheint die Geschichte Eisenhower Recht zu geben.

Der scheidende US-Präsident Dwight D. Eisenhower warnte 1961 in seiner Abschiedsrede vor der zunehmenden Verschränkung von Militär und Industrie und des wachsenden Einflusses dieses "industriellen-militärischen Komplexes" auf die Politik der Vereinigten Staaten. 40 Jahre später scheint die Geschichte Eisenhower Recht zu geben. So wurde der Krieg im Irak nicht mehr allein von einer Berufsarmee geführt. Zahlreiche Privatfirmen waren beteiligt und ganze Bereiche der klassischen militärischen Tätigkeiten ausgelagert. Der Staat hat sein Gewaltmonopol aufgegeben, der Krieg ist zum Geschäft geworden. Dabei ist ein undurchsichtiges Netz von Sicherheitsdiensten, Söldnern und Spezialeinheiten entstanden, deren Aktivitäten nur schwer zu kontrollieren sind und die bisweilen bewusst eingesetzt werden um an der Grenze zur Legalität zu operieren. So stellte sich im Anschluss an den Folterskandal von Abu Ghureib heraus, dass die Gefangenen nicht nur von Militärpolizisten vernommen wurden, sondern dass die Militärführung auch auf zwei Privatfirmen zurückgriff, die spezialisiert sind, Informationen aus den Gefangenen herauszubekommen. Vor dem Hintergrund der zahlreichen von Amerika in den letzten Jahren geführten Kriege und der ständig steigenden Militärausgaben liefert der Filmemacher Eugene Jarecki in seinem Film "Why we fight" eine Innenansicht der Vereinigten Staaten und analysiert, wie sich das Verhältnis der USA zum Krieg seit Ende des kalten Krieges verändert hat. Warum führt Amerika heute Krieg? Welche politischen, ökonomischen und ideologischen Kräfte stehen hinter Amerikas Militarismus und treiben ihn weiter voran? Welche Chancen bestehen, diese unheilige Allianz aus Militär, Politik und Industrie aufzubrechen und zu überwinden? Zu Wort kommen unter anderem. die Politiker Wiliam Kristol und Richard Pearl, der CBS-Journalist Dan Rather sowie der ehemalige CIA-Mitarbeiter Politologe Chalmer Johnson.
Daneben begibt sich der Film nach Irak und geht den persönlichen Geschichten derer nach, die den Krieg unter Einsatz ihres Lebens führen.

Der New Yorker Filmemacher Eugene Jarecki sorgte 2002 mit seinem Dokumentarfilm "Der Fall Kissinger" für großes Aufsehen. Sein jüngster Film wird auf dem Sundance Filmfestival 2005 Premiere haben (25.-30.1.2005).

 

Teil 2: Söldner - Ein Beruf mit Zukunft
Reportage, Schweiz 2004, Deutsche Erstausstrahlung
Von: Jean-Philippe Ceppi, Michel Heininge


Der Kriegsmarkt floriert und stellt nicht nur einen wichtigen Wirtschaftszweig dar; die Söldnerheere übernehmen auch wichtige Aufgaben an den Kriegsschauplätzen. Doch über ihre Arbeit ist fast nichts bekannt. Jetzt ist es Jean-Philippe Ceppi und Michel Heiniger gelungen, die meist inkognito bleibenden Söldner am Kriegsschauplatz selbst zu beobachten: im Irak, der gegenwärtig der größte Markt für private Kriegsgeschäfte ist. Im Rahmen dieser Reportage war es u. a. auch möglich, den jungen italienischen Söldner Fabrizio Quatrocci zu treffen - ein paar Wochen, bevor er verschleppt und von seinen Entführern ermordet wurde.
Woher kommen diese Söldner? Hinter der Bezeichnung "privates Militärunternehmen" oder "Söldnerfirmen" verbargen sich Anfang der 90er Jahre ehemalige Mitglieder von Spezial-einheiten, die auf private Einsätze umgesattelt hatten. Darunter waren z. B. Executive Outcomes, ein Unternehmen, das ehemalige Mitglieder der Spezialtruppen der südafrikanischen Armee anheuerte, und Sandline, eine britische paramilitärische Einheit. Beide Unternehmen wurden schließlich aufgelöst, weil ihre Mitglieder zu oft Gegenstand von Ermittlungen waren, und ihre Einsätze ins Kreuzfeuer der Kritik gerieten.
Eldorado Irak - Die durch die Auflösung der beiden genannten Unternehmen entstandene Lücke wurde alsbald durch neue multinationale Söldnerfirmen geschlossen. Sie nennen sich MPRI oder DYNCORP und sind auf den Schlachtfeldern der ganzen Welt zu finden. Im Irak stellen die 15.000 Söldner aus 80 Privatunternehmen die zweitgrößte Streitkraft im Land nach den USA, jedoch weit vor Großbritannien.
"Söldner - Ein Beruf mit Zukunft" wurde mit dem "Premis Actual" bei der 13. Verleihung des Premis Actual 2004 in Barcelona ausgezeichnet.


 
...Der Text wurde 1:1 von arte übernommen, die werden schon nix dagegen haben...